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Aktuelles

30.05.2015

Besuch der Berger Pfadfinder in Katalonien

Im Sommer letzten Jahres besuchten wir Pfadfinder aus Berg das Bundeslager des VCP am Schachen in Baden-Württemberg. Hierbei bewarben wir uns für eine ausländische Partnergruppe, mit welcher man gemeinsam das Lager verbringt. Als Partner bekamen wir dabei eine Gruppe aus Katalonien zugeteilt, welche ihren Sitz nahe Barcelona hat. Während des Lagers entwickelte sich eine gute Freundschaft zwischen unseren Stämmen, was uns schließlich dazu bewog unsere Partnergruppe in ihrer Heimat zu besuchen.


Diesen Frühling war es nun so weit, wir Berger Ranger-Rover besuchten gemeinsam vom 02.-10.April unsere katalonischen Freunde des Stammes A.E.G. Maspons i Anglasell.

Die Anreise zum Münchner Flughafen verkomplizierte sich zunächst ein wenig, da zwei Tage zuvor der Orkan "Niklas" in Deutschland gewütet und dabei große Teile des Nahverkehrs lahmgelegt hatte. Dementsprechend mussten wir uns mit dem Auto bis nach Laim fahren lassen, von wo aus wir dann die S1 Richtung Flughafen nehmen konnten. Der Rest der Anreise klappte dann jedoch reibungslos. Pünktlich um 10:00 Uhr startete unser Flugzeug bei kalten und windigen 6 °C in München, worauf es ebenfalls pünktlich um 12:00 Uhr in Barcelona bei angenehmen 17 °C Außentemperatur landete. Nachdem wir schließlich unser Gepäck abgeholt hatten, wurden wir am Ausgang des Terminals sogleich freudig von unseren katalanischen Freunden in Empfang genommen. Zu unser aller Freude hatten diese beim Empfang ihre bayerische Flagge, die mit unseren Unterschriften versehen war dabei, welche wir ihnen zum Abschied auf dem Bundeslager geschenkt hatten. Daraufhin teilten wir uns in mehrere kleine Gruppen auf ihre Autos auf, um uns schließlich nach Bigues, der Ort in dem der Stamm A.E.G. Maspons i Anglasell seinen Sitzt hat, bringen zu lassen. Bei Bigues handelt es sich um einen ca. 8.800 Einwohner großen 30 km nördlich von Barcelona gelegenen Ort, der auch die Heimat des Großteils der Mitglieder des Stammes ist. Nachdem wir den doch sehr ruppigen spanischen Fahrstil gut überstanden hatten und alle angekommen waren, wurde uns unsere Unterkunft vorgestellt. Dabei handelte es sich um ein zweistöckiges neben einer alten Kirche liegendes Gebäude. Im unteren Stockwerk befand sich ein Aufenthaltsraum, im oberen richteten wir uns ein Matratzenlager ein. Darüber hinaus befindet sich die Unterkunft an einem der höchsten Punkte der Ortschaft, wodurch man einen sehr schönen Ausblick auf weite Teile der Umgebung hat. Als wir uns eingerichtet hatten, bekamen wir noch eine kleine Führung durch Bigues. Dabei wurden die für uns wichtigsten Örtlichkeiten kurz vorgestellt. Abschließend gingen wir noch in eine gemütliche Bar namens Arcis. Am folgenden Morgen stand ein Ausflug zum Monestir de Montserrat, einem ca. eine Fahrstunde entfernten Bergkloster, auf dem Programm. Neben der Besichtigung der Klosterkirche begaben sich noch einige weitere von uns auf einen Rundwanderweg entlang der umliegenden Berge. Wieder zurück in Bigues gingen wir zum Abschluss des Tages noch gemeinsam in der Bar Arcis, welche erstaunlicherweise auch über eine Küche verfügte, Tapas essen. Am nächsten Morgen mussten wir etwas früher raus, da ein Besuch in Barcelona geplant war. Hierzu wurden wir von unserer Partnergruppe, welche uns während des gesamten Aufenthalts zu unsrem Glück stets von einem Ort zum anderen chauffierte, zu einem nahegelegenen Bahnhof gefahren, von wo aus wir dann gemeinsam mit ihnen mit dem Zug in die Innenstadt Barcelonas fuhren. Dort besichtigten wir den gesamten Tag über die typischen touristischen Sehenswürdigkeiten von den Gaudí Häusern über la Rambla, den Hafen bis zum Park Güell. Natürlich durfte die Sagrada Família dabei auch nicht fehlen, jedoch konnten wir diese an diesem Tag aufgrund des hohen Besucherandrangs nur von außen besichtigen. Ehe wir wieder zurück in unsere Unterkunft fuhren,  gingen wir abends noch gemeinsam in Barcelona essen. Für den folgenden Tag war vormittags kein Programm vorgesehen, was letztlich dazu führte, dass die meisten diesen einfach zum Ausschlafen nutzten. Nachmittags unternahmen wir eine Wanderung zu einem nahegelegen Naturpark. Dieser besteht aus dem ehemaligen Kloster Sant Miquel del Fai sowie einer Höhle, welche man begehen kann. Das Kloster ist ähnlich wie das Monestir de Montserrat beeindruckend an einem Steilhang gelegen. Am darauffolgenden Tag stand noch die Besichtigung einer örtlichen Olivenölmanufaktur, sowie für die Sportlichen eine Wanderung in den umliegenden Bergen an. Bei der Wanderung sei besonders hervorzuheben, dass diese einer der katalanischen Gruppenleiter geplant hatte, welcher selbst ein passionierter Kletterer ist. Es handelte sich dabei dementsprechend um keine gewöhnliche Bergwanderung, sondern um eine Route gespickt mit Kletterpassagen und versteckten Wegen. Am nächsten Morgen, es war bereits unser vorletzter vollständiger Tag in Spanien, machten wir uns noch auf einen Ausflug zum Strand nach Sant Pol De Mar. Da das Meer jedoch noch sehr kalt war und noch nicht wirklich zum Baden taugte, wagten nur einige einen äußerst kurzen Abstecher ins Wasser.

Der Plan für die letzte verbleibende Zeit in Katalonien gestaltete sich nun wie folgt. Unser Flieger startete am 10.April bereits um 7:00 Uhr in der Früh Richtung München. Da eine Pfadfinderin aus unserer katalanischen Partnergruppe jedoch in Barcelona studiert und dort auch eine Wohnung besitzt, bekamen wir die Möglichkeit, unsere Sachen in dieser Wohnung abzustellen und nach Bedarf auch dort zu übernachten, ehe wir um 4:00 Uhr Früh Taxis zum Flughafen nahmen. Demnach war am letzten vollständig verbleibenden Tag erst einmal eine Generalreinigung unserer Unterkunft angesagt, ehe wir nach ausgiebiger Verabschiedung mit dem Zug nach Barcelona in die besagte Wohnung fuhren. Nachdem wir nun den gesamten Nachmittag noch zu unserer Verfügung hatten, konnten wir diese Zeit wieder zum Sightseeing nutzen. Hierbei besuchte ein Teil unserer Gruppe das berühmte Aquarium, ein anderer wieder die Sagrada Familia, wobei uns diesmal, dank online Reservierung, auch eine Besichtigung von innen möglich war. Schließlich gingen wir zum Abschluss unseres Aufenthalts ein letztes Mal gemeinsam Abendessen.

Weil die im Voraus für 4:00 Uhr bestellten Taxis nicht kamen, mussten wir kurzerhand andere Taxis auftreiben. Dank großzügig eingeplantem Zeitpuffer erreichten wir jedoch noch locker rechtzeitig den Flughafen, womit unserer Heimreise nichts mehr im Weg stand.

Insgesamt kann man sagen, dass wir alle, sowohl die Berger Pfadfinder wie sicherlich auch die spanischen Pfadfinder eine unvergessliche und  sehr schöne Zeit miteinander hatten. Deshalb würde es sich lohnen ein solches Treffen noch einmal oder auch noch mehrmals zu wiederholen - sei es wieder in Spanien oder mit unseren katalanischen Freunden in Deutschland.

 


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