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Aktuelles

03.10.2014

"Volldampf 2014" das Bundeslager des VCP

Der VCP Berg Stamm Franz Kreis war auch dieses Jahr auf dem alle vier Jahre stattfindenden Bundeslager wieder gut vertreten. Neben unseren Mitgliedern hatten wir auch noch eine spanische Gastgruppe zu Besuch.


Diesen Sommer war es so weit. Das alle vier Jahre stattfindende Bundeslager der Pfadfinder stand endlich wieder an. Hierzu waren alle Mitglieder des Verbandes christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder ab dem Alter von 13 Jahren eingeladen, sich auf dem ca. 70 km südöstlich von Stuttgart gelegenen Schachen einzufinden. Neben den VCP Mitgliedern waren darüber hinaus noch internationale Gruppen aus insgesamt 19 verschiedenen Ländern vertreten, unter anderem aus Spanien, Tschechien, Schweden, Ägypten, Israel, Palästina und sogar Südafrika. In der Summe ergab das mehr als 4400 Pfadfinder auf einem Zeltplatz gepaart mit einer Menge interessanter, multikultureller Diversität. Der VCP Berg Stamm Franz Kreis war hierbei mit insgesamt 20 Personen auf dem Lager vertreten und hatte zudem eine 9 köpfige katalanische Partnergruppe zu Gast. Zusammen mit unseren katalanischen Gästen bildeten wir mit den Münchner Pfadfindern aus Harlaching eine aus 44 Personen bestehende Kochgruppe. Jede Kochgruppe musste dabei von einem zentralen Versorgungzelt die ihr jeweils zugeteilten Zutaten abholen und sich anschließend damit verpflegen.

Das Lager selbst stand ganz unter dem Thema der Industrialisierung, weshalb es auch den Titel "Volldampf" trug. Dabei sollte den Teilnehmern die Zeit der Industriellen Revolution näher gebracht werden. Es wurde gemeinsam getüftelt, entwickelt, gefärbt und gewebt, aber auch die Folgen für den Menschen und die Umwelt bedacht. Gemeinsam sollten wir in eine Zeit eintauchen, in der unser heutiger Lebensstil entstand und dabei erfahren, welchen Einfluss diese Zeit bis heute auf unsere Gesellschaft und unseren Alltag hat. Zum Schluss des Lagers wurden sämtliche Entwicklungen und Konstruktionen auf einer großen EXPO ausgestellt und aufgeführt. Dabei kamen Sachen wie ein Menschen-Tischkicker, ein Rohrpostsystem oder auch eine 1900m lange Murmelbahn heraus. Bei der Murmelbahn handelt es sich aufgrund ihrer Länge sogar um einen etwaigen Weltrekord, welcher nun von offiziellen Stellen noch geprüft wird.

Das Wetter meinte es leider nicht immer gut mit uns. Neben vielen verregneten und sehr matschigen Tagen musste das Lager am Sonntag den 10.08 aufgrund mehrerer vorhergesagter Gewitterwellen mit Hagelschlag und Windböen mit bis zu 120km/h sogar vollständig evakuiert werden. Dazu wurden sämtliche Teilnehmer per Bus oder zu Fuß auf größere öffentliche Gebäude in der Umgebung verteilt. Wir waren dabei dazu angehalten, uns zu Fuß in ein nahegelegenes Dorf zu begeben in welchem wir im völlig überfüllten Gemeindesaal übernachten sollten. Durch taktisch geschicktes Wandern und Anstellen schafften wir es, dass die Kapazitäten des Saals bei unserer Ankunft dort bereits vollständig ausgeschöpft waren und wir deswegen, nach einigem Nachfragen und Diskutieren, in der örtlichen Feuerwehr Unterschlupf bekamen. Das erwies sich, wie wir gehofft hatten, im Verhältnis von darin untergebrachten Personen zu dessen Größe als wesentlich komfortabler als der Gemeindesaal. Gemeinsam mit unserer Partnergruppe und den Pfadfindern aus Harlaching hatten wir dort eine sehr unterhaltsame und spaßige Nacht, welche für uns zu einem der Highlights auf dem Lager wurde. Der Sturm erwies sich übrigens als vollkommen harmlos für unseren Lagerplatz, da der größte und gefährlichste Teil des Gewitters einfach vorbeizog. Aber sicher ist sicher!

Insgesamt kann das Bundeslager aus unserer Sicht als ein voller Erfolg betrachtet werden. Besonders mit unserer katalanischen Partnergruppe kamen wir bestens zurecht und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass zwischen uns die ein oder andere Freundschaft entstanden ist. Laut Aussage der Katalanen waren sie uns gegenüber zu Beginn etwas skeptisch, da wir Deutsche bei ihnen eher als ernst und wenig humorvoll gelten. Während unserer gemeinsamen Zeit haben sie, wie auch wir, jedoch sehr schnell gemerkt, dass wir gar nicht so verschieden sind und es sich von der Einstellung und vom Charakter her bei uns um zwei sehr gut zusammenpassende Gruppen handelt. Spätestens bei der Verabschiedung merkten wir, wie gut wir uns innerhalb der letzten zehn Tage angefreundet hatten und wie schade es nun war, dass sich jetzt unsere Wege vorerst wieder trennen müssen. Aufgrund unserer schönen Zeit mit unserer Partnergruppe zusammen, haben wir Leiter und Ranger-Rover des Stammes für die Zeit um Ostern nächsten Jahres einen Besuch in Spanien angepeilt. Gemeinsam freuen wir uns auf ein Wiedersehen und eine hoffentlich schöne und erlebnisreiche Zeit miteinander.

 


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